Große Meister - Große Taten

Wir möchten Euch an dieser Stelle ein wenig über, für das Jiu-Jitsu, bedeutende Großmeister und große Meister berichten.  

Jigoro Kano

Jigoro KanoEr entwickelte Ende des 19. Jahrhunderts n. Chr. aus verschiedenen Jiu-Jitsu-Stilen ein System, das zunächst als neuer Jiu-Jitsu-Stil galt, aber bald als eigenständige Richtung anerkannt wurde: "JUDO". Er baute die erzieherischen Momente darin aus und die gefährlichen Griffe ab. So wurde seine Kampfart weltweit bekannt. Er wurde Schrittmacher in der Verbreitung der japanischen Kampfkünste und des DO-Prinzips.

 

 

 

 

 

Katsuguma Higashi

Er gilt als Schüler von Jigoro Kano und wurde gemeinsam mit anderen Lehrern nach Deutschland entsandt, um das Jiu-Jitsu (Der eigenständige Begriff Judo war noch nicht so bekannt. Auch war Judo noch nicht so vom Jiu-Jitsu getrennt wie heute.) in Deutschland zu verbreiten. Sein bedeutendster Schüler war Erich Rahn.

 
 
 
 
 

Erich Rahn (1885 - 1973) 

Er erwarb seine Jiu-Jitsu-Kenntnisse von in Deutschland weilenden japanischen Lehrmeistern und mischte sie mit europäischen Ringergriffen. Sein maßgeblicher Lehrer war KATSUGUMA HIGASHI, ein Schüler von JIGORO KANO (Begründer des JUDO). Erich Rahn gründete 1906 in Berlin die erste (heute noch existierende) Jiu-Jitsu-Schule Deutschlands und verbreitete maßgeblich die modifizierte Kampfkunst Jiu-Jitsu in Deutschland. Jiu-Jitsu und Judo waren anfangs keine völlig getrennten Disziplinen. Judo war nur einer von vielen Stilen des Jiu-Jitsu (zunächst auch Jiu-Do geschrieben). So waren viele spätere Jiu-Jitsu und Judo-Größen ganz oder zeitweise Schüler von Erich Rahn. Darunter war auch Hans Gerd Niederstein. Rahn gründete später den "Jiu-JitsuRing Erich Rahn" (zu seiner Zeit eine lose Vereinigung von Jiu-Jitsu-Sportlern unter seiner Führung). Er war allerdings nicht nur auf seinen Verband festgelegt, sondern offen gegenüber allen, die Interesse zeigten, sein    Jiu-Jitsu kennen zu lernen. 1973 starb er als 10. Dan Jiu-Jitsu.

 
 

 

Robert Tobler (1902 - 1982)

Er hatte verschiedene Lehrmeister aus verschiedenen Richtungen der Kampfkünste, wobei Boxen, Judo, Jiu-Jitsu und Aikido hervorzuheben sind. Seine wegbereitender Kampfsportlehrer war sein Onkel Adolf Tobler. Robert Tobler gründete und unterstütze zahlreiche Jiu-Jitsu-Vereine, vorwiegend in seiner Heimat, der Schweiz, war jedoch stets verbandsoffen und betrachtete sich als internationaler Botschafter des Jiu-Jitsu. Seine Reisen führten ihn nach Dänemark, Jugoslawien, Deutschland, Niederlande und Frankreich. In Deutschland verband ihn eine Freundschaft mit Hans Gert Niederstein, den er fortan vom 7. - 10. Dan graduierte und zu seinem Erbe als internationaler "Jiu-Jitsu-Botschafter" bestimmte. 1982 starb er als 10. Dan Jiu-Jitsu.

Hans Gerd Niederstein (1928 - 1985)

Er erlernte Jiu-Jitsu durch verschiedene Lehrer, zeitweise durch Erich Rahn, der ihn später mit dem 5. und 6. Dan graduierte. Seine Grundlagen kamen aus dem Judo- und Boxbereich, was an seinem Jiu-Jitsu-Repertoire unschwer zu erkennen war. 1972 gründete er eine elitäre Dan-Gemeinschaft (Korporation Internationaler Danträger e.V.), 1974 den Deutschen Jiu-Jitsu-Bund e.V. als Organisation für die Vereine der Danträger. Vom schweizer Großmeister Robert Tobler (10. Dan) übernahm nach dessen Tod H.G. Niederstein den Auftrag, das Jiu-Jitsu über alle Organisationsgrenzen hinaus zu verbreiten. Mancher heute maßgebliche Jiu-Jitsu-Sportler hat ganz oder teilweise bei ihm gelernt und/oder wurde von ihm graduiert. Dazu gehörte auch Wolfgang Mauritz. H.G. Niederstein starb viel zu früh als 10. Dan Jiu-Jitsu. Er hat einen eigenen, auf Traditionen und geistige Hintergründe basierenden Jiu-Jitsu-Weg beschritten und auf diese Weise Einfluß auf das deutsche Jiu-Jitsu genommen.  

 

 

 

Klaus Poestges (1950 - 2014)

Er begann in jungen Jahren mit Judo, Karate und Jiu-Jitsu, verlegte seinen Schwerpunkt zunächst auf das Jiu-Jitsu. In dieser Phase begründete er die Jiu-Jitsu-Gruppe innerhalb der Abteilung Karate des Polizeisportvereins Mönchengladbach, aus der später die selbständige Abteilung Jiu-Jitsu des Polizeisportvereins Mönchengladbach erwuchs. In Klaus Poestges großer Jiu-Jitsu-Zeit war er Schüler von Hans Gerd Niederstein. Auch war er Mitbegründer der Korporation Internationaler Danträger e.V.(KID). Sein Hauptschüler in dieser Phase war Wolfgang Mauritz. Später wandte er sich den chinesischen Kampfstilen (Chan-Shaolin-Si) zu und fand dort seine Hauptbetätigung. Er trug den 10. Toan (Dan) Chan-Shaolin-Si, 10. Toan (Dan) Dju Su und 3. Dan Jiu-Jitsu.

 

 

 

 

Jhonny Bernaschewice

In seiner Heimat Belgien und in anderen Ländern, darunter Japan, erlernte er eine Vielzahl von Kampfkunststilen (Judo, Karate, Aikido, um nur einige zu nennen). Sein Hauptbetätigungsfeld ist jedoch Hakko-Ryu (eine Jiu-Jitsu-ähnliche Stilrichtung), Iaido und Kobudo. Er trägt in fast jeder jemals praktizierten Kampfsportart einen Dangrad und hat einen eigenen Stil geschaffen: Chi-Ryu-Aiki-Jitsu. Darin trägt er den 9. Dan, im Okinawa-Kobudo den 8. Dan. Er verkörpert das Bild eines in der Kampfkunst vielschichtig gebildeten Meisters und strahlt die Würde eines echten Großmeisters aus. Wie die asiatischen Meister in uralten Zeiten besitzt er umfassende kampfsportliche und medizinische Kenntnisse. Zeitweise zählte Wolfgang Mauritz zu seinen Schülern. Er ist ihm auch heute noch ein Vorbild in der Ausstrahlung meisterlicher Würde.