Informationen für Anfänger von 8 bis 14 Jahren

Die Basisdaten

  • Was? Jiu-Jitsu - japanischer Kampfsport mit den Hauptelementen Hebel, Würfe, Schläge und Tritte
  • Wann? montags von 18:00 bis 19:30 ODER
                freitags von 16.50 Uhr - 18.15 Uhr
  • Wer? Kinder von 8-14 Jahren
  • Wo? Haus Menge (Untergeschoss)
            Fliethstr. 67
            Mönchengladbach, gegenüber der Telekom
  • Infotelefonnr.: 02166-984805, lieber aber einfach vorbeischauen
  • Wieviel? Je Monat 20€, Aufnahmegebühr einmalig 25€, für Familien teilweise Ermäßigungen
  • Was anziehen? Zu Beginn reichen T-Shirt und lange Trainingshose. Es wird mit nackten Füssen trainiert.
  • Wie lange? Kostenloses Probetraining für ca. 4 Wochen !!!!!

Ziele bei den 8-bis-14-jährigen

In der Gruppe der Jugendlichen von 8- 14 Jahren zielt ein strukturiertes sportliches Konzept nach den neusten Standards der Trainingslehre darauf ab, den Jugendlichen in den motorischen Grundfertigkeiten Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit, Beweglichkeit und Koordination zu individuellen Leistungssteigerungen zu verhelfen. Im gemeinsamen Aufwärmen miteinander werden diese Bereiche in unterschiedlichen Organisationsformen trainiert und ein weites Spektrum der Bewegungserfahrung geboten. Gerade in der heutigen Zeit, in der die Zahlen von Übergewicht und Haltungsschäden bereits in der Grundschule ein bedrohliches Maß erreichen, ist ein gezieltes präventives Training im Bereich der Kraft und Ausdauer von besonderer Bedeutung. Natürlich gehört auch in der Gruppe der Jugendlichen zum gemeinsamen Aufwärmen immer noch ein spielerischer Aspekt, so dass Bewegungs- und Kampfspiele das Aufwärmtraining abrunden und den Jugendlichen die Möglichkeit geben, erste Erfahrungen im Mit- und vor allem auch verantwortungsbewussten Gegeneinander zu sammeln.

Aus fachsportlicher Sicht trainieren die Jugendlichen bereits fast das ganze Spektrum der Sportart Jiu-Jitsu. Einzig die Verteidigung gegen bewaffnete Angreifer ist den Erwachsenen vorbehalten und wird erst ab dem 14. Lebensjahr unterrichtet. So lernen die Jugendlichen in den Anfängergruppen zunächst die Fall- und Laufschule, in der alle später in den Abwehren immer wieder verwendeten Fall-, Roll-, Schlag-, Tritt- und Blocktechniken vorkommen. Dabei wird besonderer Wert auf eine saubere Grundschule, sprich Fall- und Laufschule, gelegt, damit alle Techniken bereits im Anfängerbereich technisch sauber erlernt werden. Neben den großen Bereichen der Fall- und Laufschule in der Grundschule werden auch erste Würfe erlernt, und auch spielerische Wurfrandoris und Bodenkämpfe, wie beispielsweise beim Judo, durchgeführt.

Der andere große Bereich im Training der Jugendlichen ist der Bereich der Abwehren. Hierbei werden Abwehren gegen Angriffe aller Art trainiert und den Verteidigern verschiedene Möglichkeiten geboten, einem Angriff auszuweichen und den Angreifer mit einem gezielten Schlag, Tritt oder für das Jiu-Jitsu typischen Hebel unter Kontrolle zu bringen. Dabei wird stets die Einhaltung des Notwehrparagraphen bei der Härte der Abwehren beachtet, so dass es nicht zu unnötigen oder übertrieben gewalttätigen Abwehren kommt.

Damit man sich unter Angriffen etwas vorstellen kann, möchten wir hier einige Angriffsarten nennen, beispielsweise: Würgeangriffe (im Stand von allen Seiten, am Boden, an der Wand), Handgelenkfassen, Schlag- und Trittangriffe, Umklammerungen oder auch Schwitzkastenangriffe. Die Abwehren basieren dabei stets auf dem für das Jiu-Jitsu typischen Konzept des „Nachgeben, um zu siegen“, wobei sich der Verteidiger die Kraft des Angreifers zu Nutze macht, diese durch gezieltes Ausweichen oder Abblocken bricht und so den Angreifer schließlich durch eine effiziente Technik unter seine Kontrolle bringen kann.

In der Gruppe der fortgeschritteneren Jugendlichen werden häufig auch halbjährige Trainigsschwerpunkte gesetzt, wie beispielsweise Wurfkampf, freies Kämpfen mit Schlägen und Tritten oder auch den für das Jiu-Jitsu charakteristischen Freikampf. Dieser befindet sich ab den fortgeschrittenen Gürtelgraden im Programm und soll den Teilnehmern ein realistisches Empfinden über die Wirkungsweise und das Können der einzelnen Techniken vermitteln. Hierbei greifen mehrere Angreifer in einer unbekannten Reihenfolge an, und der Verteidiger muss nun möglichst mit dem bereits Erlernten darauf Situationsgerecht reagieren.

Sonst noch wichtig zu Wissen über die Kampfsportart Jiu-Jitsu ist, dass es sich hierbei um keine Wettkampfsportart, sondern um reine Selbstverteidigung handelt. Wir nehmen daher auch an keinen Wettkämpfen teil, sondern versuchen ein möglichst realistisches, effizientes und für jeden praktikables Jiu-Jitsu zu unterrichten.

Natürlich gibt es wie bei anderen Kampfsportarten auch ein Gürtelgradsystem, nach welchem die Jugendlichen nach einem festgelegten Programm jedes halbe Jahr eine Prüfung ablegen können, sofern das Programm beherrscht wird. Hierbei erlangen sie jeweils einen neuen Gürtel, der den momentanen Stand ihrer Fertigkeiten ausdrückt.

Allerdings geht es beim Jiu-Jitsu nicht nur um das Erlangen von Gürtelgraden, sondern viel mehr auch darum im gegenseitigen Mit- und Gegeneinander die eigenen Stärken und Schwächen zu erkennen, dem Partner und den Mitmenschen mit Respekt und Achtung zu begegnen, mit Geduld und Disziplin bei der Sache zu sein und sich so nicht nur physisch, sondern auch psychisch weiterzuentwickeln.