Polizeisportverein 1926 Mönchengladbach e.V. - Abteilungsordnung

1. Name

Seit 1970 wird im Polizeisportverein 1926 Mönchengladbach e.V. (PSV) zunächst im Rahmen der Abteilung Karate kontinuierlich die Sportart Jiu-Jitsu betrieben. Am 10.08.1980 wurde eine selbständige „Abteilung Jiu-Jitsu" gegründet, die am 07.10.1980 ihre Bestätigung durch den Hauptausschuss des PSV erhielt.

2. Zweck

Zweck der Abteilung ist sowohl die Vermittlung und Pflege der Körperertüchtigung vor allemin Form der asiatischen Kampfkünste, dabei speziell der Nahkampfart Jiu-Jitsu, als auch eine geistig-erzieherische Betätigung auf der Basis des asiatischen Do-Prinzips. Neben den fachspezifischen Aufgaben soll die Gemeinschaft in Geselligkeit gepflegt werden. Die Aufgabenstellung umfasst alle Altersstufen, wobei die Jugendarbeit besonders gefördert werden soll.

3. Verband

Die Abteilung erwirbt die Mitgliedschaft der Verbände, die zur Durchführung ihrer Aufgaben notwendig sind.

4. Mitgliedschaft

a) Es werden ordentliche (erwachsene) und jugendliche Mitglieder unterschieden. Bei der Aufnahme von Mitgliedern gibt es keine allgemeinen Einschränkungen. Der Abteilungsvorstand entscheidet über die Aufnahme.

b) Die Mitgliedschaft endet gemäß der PSV-Satzung und den PSV-Ordnungen. Zusätzlichvkann bei abteilungs-
schädigendem Verhalten nach vorheriger Anhörung ein Ausschluss von den Aktivitäten der Abteilung mit 2/3-Mehrheit durch die Mitgliederversammlung beschlossen werden.

5. Organe und Verfahrensweise

a) Organe der Abteilung sind:
- die (ordentliche und außerordentliche) Mitgliederversammlung der erwachsenen Mitglieder
- der Abteilungsvorstand

b) Die ordentliche Mitgliederversammlung findet jedes Jahr einmal möglichst in der ersten Jahreshälfte statt. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung kann bei Erfordernis zu jeder Zeit stattfinden.

c) Der Abteilungsvorstand muss immer mindestens aus dem Abteilungsleiter, dem Abteilungsfachsportleiter und, wenn Jugendliche vorhanden sind, aus dem Abteilungsjugendleiter bestehen. Er kann zur Erfüllung seiner Aufgaben mit Zustimmung der Abteilungsmitgliederversammlung weitere Funktionen erhalten. Der Vorstand sollte bei großer Zahl in einen geschäftsführenden Vorstand und einen erweiterten Vorstand gegliedert sein. Der geschäftsführende Vorstand besteht dann aus dem Abteilungsleiter, dem stellv. Abteilungsleiter, dem Schatzmeister, dem Geschäftsführer, dem Jugendleiter und dem Fachsportleiter. Der erweiterte Vorstand besteht dann aus dem geschäftsführenden und (bei Bedarf) dem stellvertretenden Jugendleiter, dem Vertreter des Fachsportleiters, dem Materialwart, dem Sozialwart , dem Pressewart, weiteren Stellvertreterfunktionen und mehreren Beisitzern mit besonderem Aufgabenbereich. Der Abteilungsleiter, im Verhinderungsfall sein Stellvertreter, vertritt die Abteilung rechtsgeschäftlich. Mit Ausnahme der Funktionen des Abteilungsfachsportleiters, des Abteilungsjugendleiters und deren evtl. Stellvertreter werden alle Ämter für zwei Jahre von der Abteilungsmitgliederversammlung gewählt. Die Personen dazu können nach Ablauf der Amtsperiode wiedergewählt werden. Bei vorzeitigem Ausfall der zu wählenden Ämter kann der Vorstand bis zur nächsten Wahl kommissarisch einen Ersatz bestimmen. Gewählt werden kann nur ein erwachsenes Mitglied der Abteilung, auch im Verhinderungsfall mit schriftlicher Zustimmung der zu wählenden Person.

d) Eine Mitgliederversammlung wird durch den Abteilungsleiter zwei Wochen vorher durch Aushang am Informationsbrett mit Bekanntgabe der Tagesordnung einschließlich evtl. Anträge einberufen. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung wird auf Abteilungsvorstandsbeschluss, auf schriftlichen Antrag der Abteilungsfachsportleitung oder Abteilungsjugendleitung oder auf schriftlichen Antrag von 25% der Zahl der zum 01.01. des Jahres an den Verein gemeldeten erwachsenen Mitglieder durch den Abteilungsleiter wie eine ordentliche Mitgliederversammlung in einem angemessenen Zeitrahmen einberufen. Eine Mitgliederversammlung ist beschlussfähig, wenn sieben Mitglieder anwesend sind und die Versammlung ordnungsgemäß einberufen wurde. Sollte die Beschlussfähigkeit mangels Erscheinen einer genügenden Anzahl von Mitgliedern nicht erreicht werden, muss innerhalb von vier Wochen eine neue Mitgliederversammlung einberufen werden. Diese ist beschlussfähig unabhängig von der Zahl der erschienenen Mitglieder. Bei Vorstandsversammlungen kann aus Vereinfachungsgründen von einer schriftlichen Einberufung und von der Zeitbedingung abgesehen werden. Wichtig ist hierbei nur, dass alle Abteilungsvorstandsfunktionen rechtzeitig informiert werden. Diese Versammlungen sind beschlussfähig, wenn zwei Drittel der Abteilungsvorstandsfunktionen anwesend sind.

e) Alle Mitglieder- und Abteilungsvorstandsversammlungen sind zu protokollieren. Diese Protokolle müssen enthalten: Versammlungsträger, Versammlungsort, Versammlungszeit (Beginn + Ende), Teilnehmerzahl, Name des Versammlungsleiters, Name es Protokollführers, Tagesordnung und die Inhalte der Tagesordnungsgespräche. Die Beschlüsse sind möglichst wortgetreu wiederzugeben. Die Protokolle sind vom Versammlungsleiter und vom Protokollführer zu unterzeichnen. Teilnehmerunterschriftslisten und weitere schriftliche Unterlagen sind beizufügen.

f) Wenn die Kontrolle einer ordnungsgemäßen Kassenführung nicht durch Kassenprüfer des Gesamtvereins gewährleistet ist, werden zwei Kassenprüfer jeweils für die Dauer von einem Jahr aus den Reihen der Mitgliederversammlung gewählt. Die zu wählenden Personen müssen Mitglied der Abteilung sein und dürfen nicht dem Abteilungsvorstand angehören. Eine Wiederwahl ist dreimal zulässig. Diese Kassenprüfer prüfen einmal im Jahr vor der nächsten Mitgliederversammlung die ordnungsgemäße Kassenführung und legen der Mitgliederversammlung darüber Rechenschaft ab.

6. Abteilungsfachsportgremium

Das Abteilungsfachsportgremium wird vertreten aus den fachsportlichen Meistergraden und den eingesetzten hauptamtlichen Trainern, die Mitglieder der Abteilung sein müssen. Das Gremium kann nach eindeutiger Absprache weitere Personen aufnehmen. Dem Gremium unterliegen alle Aufgaben zur Organisation, Durchführung und Lehre des Fachsportes. Das Gremium wählt mit einfacher Mehrheit aus seinen Reihen einen Abteilungsfachsportleiter, der die Richtlinien des Fachsportes in seiner Organisation (u.a. Erstellung des Trainingsplans, Trainingsordnung ), Durchführung (u.a. Einsetzen der Trainer nach Bedarf ) und Lehre ( u.a. sportliche Inhalte, Prüfungswesen, Graduierungen) vorgibt.
Wird bei der Wahl des Abteilungsfachsportleiters Stimmengleichheit erzielt, zählt die Stimme der vom offiziellen und anerkannten Fachsportverband am höchsten graduierten Person des Gremiums doppelt. Bei gleichem Rang hat die Person mit dem frühesten Urkundendatum zu seiner Graduierung Vorrang. Besteht hier Gleichwertigkeit, so hat die ältere Person Vorrang. Wahlen sind nach den Maßgaben des Absatzes 5 e dieser Ordnung zu protokollieren. Wahlen finden alle zwei Jahre statt.
Bei grundlegenden strittigen Sachfragen im Fachsportbereich sollte – falls innerhalb des Gremiums keine einvernehmliche Lösung gefunden werden kann – ein gleicher Wahlmodus Anwendung finden. Der Abteilungsfachsportleiter ist gehalten, die übrigen Mitglieder des Gremiums, insbesondere vor allem die vom offiziellen und anerkannten Fachsportverband am höchsten graduierte Person aus den Reihen der Abteilungsmitglieder vertrauensvoll in seine Arbeit einzubinden.

7. Jugend

Die Abteilungsjugend verwaltet sich gemäß PSV-Satzung und PSV-Jugendordnungselbständig und verfügt selbst über die ihr zufließenden Mittel. Sie wählt den Abteilungsjugendleiter, seinen evtl. Stellvertreter und bei Bedarf weitere Jugendfunktionen. Sie führt jährlich möglichst in der ersten Jahreshälfte eine Abteilungsjugendversammlung durch, verfasst darüber ein Protokoll und leitet dieses dem Abteilungsvorstand zu. Die Abteilungsjugend hat bei Abteilungsmitgliederversammlungen

1 Stimme bei bis zu 10 der zum 01.01. des Jahres gemeldeten Jugendlichen
2 Stimmen bei bis zu 30 der zum 01.01. des Jahres gemeldeten Jugendlichen
3 Stimmen bei bis zu 60 der zum 01.01. des Jahres gemeldeten Jugendlichen
4 Stimmen bei bis zu 90 der zum 01.01. des Jahres gemeldeten Jugendlichen
5 Stimmen bei bis zu 120 der zum 01.01. des Jahres gemeldeten Jugendlichen
6 Stimmen bei bis zu 150 der zum 01.01. des Jahres gemeldeten Jugendlichen
7 Stimmen bei bis zu 180 der zum 01.01. des Jahres gemeldeten Jugendlichen
8 Stimmen bei bis zu 210 der zum 01.01. des Jahres gemeldeten Jugendlichen
9 Stimmen bei bis zu 250 der zum 01.01. des Jahres gemeldeten Jugendlichen
10 Stimmen bei mehr als 250 der zum 01.01. des Jahres gemeldeten Jugendlichen.

8. Finanzen

Gemäß PSV-Satzung und PSV-Ordnungen beschließt die PSV-Mitgliederversammlung über die Erhebung von Vereinsbeiträgen. Über die Erhebung von Abteilungsbeiträgen beschließt die Abteilungsmitgliederversammlung. Sie muss diese Beschlüsse jedoch von der Vereinsmitgliederversammlung bestätigen lassen.

9. Ordnungen

Die Abteilung kann sich zur Durchführung ihrer Aufgaben weitere Ordnungen geben, die für die Mitglieder verbindlich, aber nicht Gegenstand dieser Ordnung sind.

10. Auflösung

Die Abteilungsmitgliederversammlung kann mit ¾-Mehrheit eine Auflösung beschließen, wenn der Antrag dazu bei der Einberufung auf der Tagesordnung steht. Der amtierende Abteilungsvorstand führt die Liquidation durch.

11. Sonstiges

Sonstige Regelungen sind sinngemäß nach der PSV-Satzung und den PSV-Ordnungen durchzuführen.

Die Abteilungsmitgliederversammlung hat vorliegende Ordnung am 23.01.1984 beschlossen, am 08.05.1987, 18.01.1991, 28.10.1993, 13.03.1998, 19.05.2000, 21.10.2002 und am 29.04.2008 geändert.