Am 23.September war es wieder soweit: 16 motivierte Trainer und Hilfstrainer brachen zur lang ersehnten Trainerfahrt nach Diez an der Lahn im Rhein-Lahn-Kreis auf, wo wir nach etwa zweieinhalb Stunden ankamen.

 Diesmal war allein schon die Unterkunft ein Erlebnis, denn wir residierten für die 3 Tage in der Grafenschloss-Jugendherberge Diez. Dorthin  wollten wir eigentlich schon im letzten Jahr, aber erst dieses Jahr klappte es mit der Buchung, aber lange im Voraus.

 

Nachdem einige zuerst etwas mit dem eigenwilligen Türschloss zu Kämpfen hatten, richteten wir uns in den Zimmern ein, die wirklich sehr groß und schön waren. Hier geht ein großes Lob an Christoph, dass er uns jedes Jahr solch wunderbare Unterkünfte aussucht.

 

Aufgrund der fortgeschrittenen Uhrzeit galt es erst einmal zu essen, was bei den ausgehungerten Teilnehmern allerdings natürlich gut ankam. Auch hier waren alle zum Positiven überrascht, weil das Essen für eine Jugendherberge sehr umfangreich und lecker war.

Doch genug von der Unterkunft erzählt. Nun machten wir erst einmal eine kleine Nachtwanderung und erkundeten die mittelalterliche Stadt. Schon jetzt sah man wie die Burg über dieser thronte- Ein ziemlich tolles Gefühl zu wissen: Man wohnt dort oben für ein paar Tage.

Zurück in der Jugendherberge kamen wir alle im Rittersaal zusammen und vergnügten uns bei einem gemeinsamen Pokerabend, bei dem wir auch verschiedene andere Spiele spielten- Dieses Jahr mal etwas anderes als nur Werwölfe im Düsterwald. Dies hatten wir dem Ideenreichtum der Trainer zu verdanken. Natürlich durften auch die Süßigkeiten nicht zu kurz kommen. Zusammen mit dem Abendessen konnten wir uns so  genug stärken für den morgendlichen Lauf in den Wald.

Um Punkt 7 Uhr hieß es Frühsport: Im relativ dichten Nebel (die Lahn ist nah an der Unterkunft) liefen wir bergauf (!) in den Wald. Doch als begnadete Sportler/ Jiu-Jitsukas war das natürlich ein Klacks für uns. Am dortigen Spielplatz konnten sich vor allem die Älteren unter uns noch einmal wie ein Kind fühlen. Nach dem Duschen gab es ein großes Frühstücksbuffet, um die verbrauchten Kalorien schnell wieder aufzunehmen.

 

Der erste Programmpunkt des Tages war eine Stadtrallye durch Diez, sodass wir die Stadt auch im Hellen kennenlernten sowie uns gegenseitig. Unsere Kreativität konnten wir im Schreiben eines kurzen Gedichts beweisen. Ein sehr strittiger Punkt war aber wie viele Stufen die Treppe von der Burg herunter in die Stadt hatte. Von 63 bis 82 war alles dabei. Nachher waren es 76. Keine Gruppe war auf diese Zahl gekommen, aber man kann ja nicht alles können. Die Rallye wurde gemeinsam auf dem Markt beendet, wo wir uns mit wirklich sehr leckeren Hähnchenkeulen stärkten, die im Angebot waren. Dies ist auch gut so, denn als Sportler kann man nie groß und stark genug werdenJ

So ging es auch weiter: Nach dem Mittagessen gingen wir zu einer großen Wiese. Sport sollte ja auf einer Trainerfahrt auch nicht zu kurz kommen!! Dort setzten wir uns kurz zusammen, um das vergangene Trainingsjahr zu reflektieren. Es ist ja nun mal eine TRAINER-Fahrt.

Doch dann standen viele Sportgeräte zur Verfügung, um die vielen Kalorien jetzt wieder loszuwerden..

Die Fußballspieler unter uns durften freundlicherweise auf dem unbenutzten Platz des dortigen Fußballvereins spielen. Eine andere Gruppe bewies Ideenreichtum. Es wurde ein dickes Seil zwischen zwei Bäumen befestigt, welches als Volleyballnetz fungieren sollte. Jedenfalls hatten alle ihren Spaß.

Nach guten dreieinhalb Stunden sportlicher Betätigung machten wir uns auf den „Heimweg“. Dort wartete wieder Essen auf uns: Es stand ein gemeinsamer Grillabend im Burghof auf dem Programm. Die Grillmeister hatten etwas mit der Glut und einer größeren Flamme zu Kämpfen, aber am Ende bekam jeder genug zum größten Teil nicht Verkohltes, um satt zu werden. Der restliche Abend wurde mit geselligem Zusammensein verbracht. Manche nutzten die Nacht dann auch zum Schlafen, andere nicht.

So waren manche mehr oder weniger ausgeruht  für das Zirkeltraining am frühen Morgen. Hier wurden die Geräte am Spielplatz zu Trainingsgeräten umfunktioniert. Hier ein Dank an Bernd, der das kurze Training so toll geleitet hat.

 

Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg zum Kanuverleih. Bei so Leuten wie uns gab es natürlich ein Wettrennen, wofür etwa 7 km Strecke mehr als ausreichend waren.

Dabei konnte die Ruhe, dass spiegelglatte Wasser und die Natur genossen werden. Ein Team war so eifrig dabei , dass es buchstäblich ums „Ziel hinausschoss“, denn es fuhr insgesamt 3 km zu viel, da es eine andere Kilometerzahl im Kopf hatte und erst an einer Schleuse, die (zum Glück) nicht weit vom Ziel entfernt war, es merkte. So kam es trotz des großen Vorsprungs als Letztes ins Ziel. Die Eifrigsten werden leider nicht immer belohnt. Zum weiteren Pech wurde auch noch der Zug verpasst, der nur einmal stündlich (!) verkehrt. Aber Christoph hatte am Morgen schon sein Auto für diesen Fall dorthin gefahren, sodass alle pünktlich zum Mittagessen wieder da waren- das letzte Team sogar als Erstes! So muss es sein!

 

Alle konnten sich dann noch einmal ordentlich den Bauch vollschlagen, bevor es wieder nach Hause ging. Enttäuscht, dass die Trainerfahrt schon vorbei war, traten wir nun die Heimreise an.

 

Es war eine tolle Fahrt, an die sich bestimmt alle gerne wieder erinnern werden.

Jasmin